Botanikai-Természetvédelmi Folyóirat

Journal of Pannonian Botany

Kitaibelia vol. 5 – no. 2. (2000) p.289-296.

Adatok hazai Nanocyperon-fajok ismeretéhez V. Heliotropium supinum L. és Verbena supina L.
Molnár V. Attila – Molnár Attila – Gulyás Gergely – Schmotzer András
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Kivonat:

Die Mitteilung behandelt das Vorkommen der beiden seltenen Arten der Natronschlamm-Vegetation in Ungarn. Vor den Autoren wurden die beiden Arten zuletzt im Jahre 1959 von A. Pénzes (BP) gesammelt. Die Autoren entdeckten folgende, neue Fundorte von Heliotropium supinum: Balmazújváros, Baks, Biharnagybajom, Furta, Sárrétudvari; sowie von Verbena supina: Balmazújváros, Biharnagybajom, Furta, Füzesgyarmat, Pély, Sárrétudvari, Újlőrincfalva, Zsáka. Bezüglich der früheren Archivangaben bekräftigen wir das Vorkommen beider Arten bei Jászapáti, wo letztere von Á. Boros im Jahre 1933 gesammelt wurden (Boros 1938).

Auf Grundlage von Publikationen und Herbarbelegen stellten wir auf UTM-Basis gerasterte Verbreitungskarten der beiden Arten für Ungarn zusammen (Abb. 1 und 2).

Beide Arten haben sehr ähnliche Standortansprüche, und kommen oft zusammen vor. Sie sind von Juli an bis zum Herbst auf im Sommer austrocknendem, hartem und von Rissen durchzogenem Natronschlamm der Betten von Natronseen und auf Sekundärstandorten, wie Gräben und Erdgruben, zu finden, und bilden eine sehr auffällig charakteristische, niederliegende, wegen des Heliotropium supinum von weitem sichtbar graugetönte Gesellschaft [Heliotropieto supini – Verbenetum supinae (Slavnic 1951) Timár 1954]. Obwohl mehrere Publikationen und Herbarbelege auf ein Vorkommen der untersuchten Arten im Uferwellenbereich der Theiß und ihrer Nebenflüsse hinweisen, fanden wir sie an solchen Standorten nicht.

Als selten vorkommende, in Ungarn am Rand ihres Areals lebende und an spezielle Standorte – in erster Linie an die in manchen Jahren austrocknenden Natronseen – gebundene Arten empfehlen wir, sie unter Schutz zu stellen.