Botanikai-Természetvédelmi Folyóirat

Journal of Pannonian Botany

Kitaibelia vol. 5 – no. 1. (2000) p.87-92.

Az Apium repens (Jacq.) Lagasca új előfordulása Pakson
Voigt Wilfried
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Kivonat:

Der Verfasser berichtet über einen bisher unbekannten, von ihm im Juli 1999 in der Gemarkung von Paks (S-Ungarn) entdeckten Fundort des in Ungarn sehr seltenen Apium repens, und stellt die Standort-Gegebenheiten vor. In einer der verlandenden, sumpfigen Niederungstellen des Ürge-mező, einer kalkigen Sandheide, gedeihen etwa zehntausend blühende Exemplare des Kriechenden Scheiberichs, verteilt auf drei Teilpopulationen. Tabelle 1 dokumentiert die Cönologie des Standortes, Tabelle 2 die Indikatorwerte nach BORHIDI. Außergewöhnliche Niederschlagsmengen zur Fundzeit ließen den schwach basiphilen und sehr schwach natronsalzigen, im Sommer sonst stark austrocknenden Boden des mesotrophen, mikroklimatisch subatlantisch geprägten Standortes feucht bis trittnaß werden. Die überwiegende Mehrzahl der klonalen Herde von Apium repens wächst in mehr oder weniger kurzgrasigen, geschlossenen Agrostio-Caricetum distantis – Rasen, und zwar zumeist auf Pionierflächen-Charakter tragenden Rücken zusammengefallener ehemaliger Maulwurfshügel. Der größte Herd (siehe Aufnahme 12) befindet sich im Juncocetum articulatus der flach überfluteten, vermoosten Verlandungszone eines Tümpels. Von den insgesamt 51 aufgenommenen Arten erwiesen sich Agrostis stolonifera, Apium repens, Carex hirta, Juncus articulatus als konstante Begleitarten. Subkonstant war nur Phleum pratense. Die Studie behandelt die ungewöhnliche hydrogeografische Lage des Fundortes auf dem weiträumigen Schuttbett des Urstromes Ős-Sárvíz: Während an allen übrigen ehemaligen und aktuellen ungarischen Fundorten der Art wenigstens noch bis in jüngste Vergangenheit eine unmittelbarer hydrologische Verbindung zur Donau (in einem Falle: Drau) bestand, gab es am vorliegenden Fundort höchstwahrscheinlich nie eine solche Anbindung. Der naturschutzrechtliche Status des Standortes wurde durch die Gründung des LSG Dél-Mezőföld im November des aktuellen Jahres im ersten Ansatz geregelt.