Botanikai-Természetvédelmi Folyóirat

Journal of Pannonian Botany

Kitaibelia vol. 4 – no. 1. (1999) p.119-142.

A Vas-hegy csoport vegetációja és florisztikai érdekességei
Király Gergely – Kun András – Szmorad Ferenc
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Kivonat:

Die Eisenberg-Gruppe im östlichen Alpenvorland, durch die österreich-ungarische Grenze zweigeteilt, hebt sich etwa 50-100 m von der umliegenden Hügellandschaft heraus. Unter Eisenberg-Gruppe – deren höchste Gipfel in Österreich der Eisenberg (415 m), in Ungarn der Nagyvilágos-Berg (376 m) ist – werden die sich von den Tertiren Ablagerungen erhebenden kleinen Berge im Fünfeck Punitz – Kirchfidisch – Hannersdorf – Felsőcsatár – Deutsch Schützen verstanden (Karte 1.). Im Laufe der Forschungen zwischen 1992 und 1998 wurden floristische Angaben an beiden Seiten der Grenze gesammelt, und die Vegetationskarte des ungarischen Teils wurde angefertigt (Karte 2.). Dementsprechend wurde die ungarische Seite detailliert begangen (mit Ausnahme der Weingrten), die österreichische Seit nur teilweise, hauptschlich die Umgebung von Burg und Woppendorf. Die südlicheren Teile auf Dolomit und Serpentin fielen auerhalb unseres Forschungsgebietes.

Im Vergleich den umgebenden Gebieten ist die Eisenberg-Gruppe bewaldet. Diese Wlder haben aber eine bedeutende Umwandlung durchgemacht, angezeigt durch die fast ausschlieliche Dominanz der Niederwaldwirtschaft, Baumplantagen, wie Rotkiefer oder Robinie sind heute noch auf beiden Seiten nur geringfügig verbreitet. Auf ebenen Flchen und in nicht steilen Hanglagen wachsen frische und kalkmeidende Eichen-Hainbuchenwlder, an nordexponierten Stellen gibt es noch kleinflchigen Buchenbestnde (ihr Anteil in der ursprünglichen Vegetation konnte höher sein). Auf steilen Abfllen von Glimmerschiefer und Grünschiefer sind kalkmeidende Traubeneichenwlder, auf Dachlagen bzw. auf den Südhngen des Nagyvilágos-Berges bei Felsőcsatár sind Zerreichenwlder zu finden. Interessante Sonderstandorte sind die sehr steile Nordhnge der Pinka-Schlucht, wo in unteren Hanglagen Bestnde mit Schluchtwald, auf felsigen oberen Bereichen der Hnge mit lindenreichen Schutthaldenwaldcharakter, daneben Trockenrasenfragmente zu beobachten sind. Die Auen entlang der Pinka sind ziemlich degradiert, zum Teil dominieren adventive Arten (Impatiens glandulifera, Solidago gigantea). Mhwiesen im guten Zustand sind auf der ungarischen Seite, wegen des fast vollkommenen Aufgebens der Grünlandwirtschaft kaum mehr vorhanden. Die ehemaligen Wiesen sind entweder wieder bewaldet, oder haben sich zu Hochstaudenfluren umgewandelt. Die Südabdachung des Nagyvilágos-Berges wird groflchig landwirtschaftlich genutzt, Wein- und Obstgrten sind charakteristisch. Fragmente der ursprünglichen Rasen- und Waldvegetation sind nur auf den steilsten Hngen und auf Böschungen oder Wegrndern aufzutreffen. Im Gegenteil mit den bisherigen ungarischen Behauptungen sehen wir es unbegründet, anhand seiner Vegetation das Gebiet zum Florenbezirk Noricum anzugliedern.

Im floristischen Teil werden über 53 Taxa bisher nicht publizierte Angaben veröffentlicht. Neben den Daten sind auch die Nummern der Quadranten der mitteleuropischen Florakartierung angegeben (wenn keine Angabe im Text, dann handelt es sich um den Quadrant 8764/4). Bedeutende Entdeckungen: Selaginella helvetica (Besttigung der Existenz der für lange Zeit einzigen ungarischen Population), Chaerophyllum hirsutum (der zweite heute noch existierende Bestand in Ungarn), Knautia arvensis ssp. rosea (Erstnachweis in Östereich), Lonicera xylosteum (erste Angabe südlich von Sopron in West-Transdanubien), Senecio paludosus (erste Angabe von West-Transdanubien), Carex buekii (das nördlichste Vorkommen in Transdanubien). Weitere bedeutende regionale Funde sind Asplenium adiantum-nigrum, A. septentrionale, Anthriscus nitida, Gentiana asclepiadea, Muscari botryoides, Carex pilulifera, Hieroclo australis.